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Kniechirurgie
Funktionsweise und Verwendungsmöglichkeiten
 

Wie funktioniert ein künstliches Knie?
Ein künstliches Kniegelenk besteht aus einem Doppelschlitten, der die Gelenkfläche des Oberschenkels ersetzt, einem Schienbeinkopfimplantat, beide wahlweise zementiert oder zementfrei verankert und dazwischen einem Kunststoffkeil, der als Gleitpartner die unterschiedlichen Oberflächen ausgleicht und damit den Knorpel- und Meniskusersatz darstellt. Dabei kann der Kunststoffkeil - je nach Kniemodell - fest (fixed bearing) oder mobil (mobile bearing) auf dem Schienbeinkopfteil verankert sein.
Wahlweise wird die Kniescheibenrückfläche präpariert und denerviert (Patellaplastik) oder durch einen Kunststoffknopf ersetzt. Ein solches Kniegelenk wird durch die körpereigenen muskulären und Kapsel-Band-Strukturen kontrolliert.
In Sonderfällen wie z. B. groben Fehlstellungen oder Instabilität der Bänder werden gekoppelte Knieprothesen verwendet.


Wozu dient ein künstliches Kniegelenk?
Die Knieprothese ersetzt das durch Verschleiß, Verletzung oder Erkrankung zerstörte natürliche Gelenk mit der Zielsetzung, Gehen - auch auf Treppen - Radfahren, Schwimmen und die Verrichtungen des täglichen Lebens wieder schmerzfrei zu ermöglichen. Jede weitergehende Zielsetzung muß als Zugabe betrachtet werden.

Verwendungsmöglichkeiten
Das heißt jedoch nicht, dass kein Sport mehr möglich sei. Generell gilt: Ein künstliches Gelenk ist ein Ersatz und besteht aus Materialien wie Titan, Kobalt-Chrom-Legierung, Keramik oder Kunststoff. Es ist nicht an den Stoffwechsel des Körpers angeschlossen, kann deswegen also nicht, wie es bei natürlichem Gewebe der Fall ist, dauernd wiederhergestellt oder erneuert werden. Künstliche Gelenke unterliegen somit, je nach Beanspruchung, stetigem Verschleiß.

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