Wie funktioniert eine künstliche Hüfte? Ein künstliches Hüftgelenk besteht aus einer Hüftpfanne mit Inlay (aus unterschiedlichen Materialien), die im Beckenknochen verankert ist sowie aus einem Hüftkopf (aus dazu passendem Material) und einem Träger des Hüftkopfes. Dieser wird als Hüftschaft bezeichnet und im knöchernen Schaft des Oberschenkels fixiert. Dabei erfolgt die Verankerung der Pfanne und des Schaftes im knöchernen Lager wahlweise durch Knochenzement oder durch zementfreie Verklemmung. |
Wozu dient ein künstliches Hüftgelenk? Die Hüftprothese ersetzt das durch Verschleiß, Verletzung oder Erkrankung zerstörte natürliche Gelenk mit der Zielsetzung, Gehen - auch auf Treppen - Radfahren, Schwimmen und die Verrichtungen des täglichen Lebens wieder schmerzfrei zu ermöglichen. Jede weitergehende Zielsetzung muß als Zugabe betrachtet werden. Verwendungsmöglichkeiten Das heißt jedoch nicht, dass kein Sport mehr möglich sei. Generell gilt: Ein künstliches Gelenk ist ein Ersatz und besteht aus Materialien wie Titan, Kobalt-Chrom-Legierung, Keramik oder Kunststoff. Es ist nicht an den Stoffwechsel des Körpers angeschlossen, kann deswegen also nicht, wie es bei natürlichem Gewebe der Fall ist, dauernd wiederhergestellt oder erneuert werden. Künstliche Gelenke unterliegen somit, je nach Beanspruchung, stetigem Verschleiß. |