Kann ich operiert werden, wenn ich z. B. einen Schnupfen habe?
Eine Erkrankung wie z. B. ein grippaler Infekt oder eine Entzündung im Zahnbereich kann die Gefahr einer Infektion erhöhen. Ein Wahleingriff wie eine Endoprothesenoperation sollte dann verschoben werden. Stimmen Sie sich im Zweifelsfall mit uns ab, um die Vorgehensweise in Ihrem individuellen Fall festzulegen.
Wo geschieht die medizinische Vorbereitung auf die Operation (Gesundheitscheck, Blutuntersuchung, EKG, Röntgen etc.)?
Im Falle einer stationären Operation werden alle vorbereitenden Untersuchungen am Vortag der Operation automatisch im Krankenhaus durchgeführt. Bitte bringen Sie alle Ihnen vorliegenden Vorbefunde und vorhandenen Röntgenbilder mit, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden.
Falls Sie erst am Operationstag aufgenommen werden und nüchtern kommen, erfolgt die Anästhesie-Aufklärung vorab zu einem separaten Termin, den Sie mit den Anästhesisten des jeweiligen Krankenhauses gesondert vereinbaren. Die Kontaktdaten erhalten Sie bei der Vorbesprechung der Operation in unserer Praxis. Zu diesem Anästhesiegespräch müssen Sie aktuelle Befunde mitbringen, die Ihr Hausarzt erstellt: EKG und Laborwerte (kleines Blutbild, CRP, Gerinnung, Nieren-Leber-Werte, Elektrolythen); diese Befunde sind unbedingt erforderlich für die Narkosevorbesprechung.
Wann werden erste physiotherapeutische Maßnahmen durchgeführt?
In der Regel erfolgt die erste Mobilisation bereits unmittelbar nach der Operation mittels einer Bewegungsschiene. Ab dem ersten Tag nach der Operation werden zusätzlich physiotherapeutische Übungen durchgeführt. Im Anschluss an den stationären Aufenthalt erfolgt bei medizinischer Notwendigkeit und Durchführbarkeit eine stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB) in einer REHA-Klinik oder eine ambulante AHB in einer dafür zugelassenen physiotherapeutischen Einrichtung. Nach Abschluss der AHB-Phase erfolgt bei medizinischer Notwendigkeit eine weitere Betreuung durch einen Physiotherapeuten (z. B. Krankengymnastik, Krankengymnastik am Gerät, krankengymnastische Übungstherapie, manuelle Therapie, Narbenlockerungsmassage etc.). Welche physiotherapeutische Behandlung durchgeführt wird, richtet sich nach der medizinischen Notwendigkeit und nach der Übernahme durch die jeweilige Krankenversicherung.
Wo und durch wen erfolgt die medizinische Kontrolle und Nachbetreuung?
Die medizinische Kontrolle und Nachbetreuung erfolgt durch die Ärzte des jeweiligen Krankenhauses bzw. anschließend der REHA-Klinik. Für Fragen außerhalb der üblichen Abläufe stehen unserer Ärzte telefonisch und – falls medizinisch notwendig – auch persönlich zur Verfügung. Üblicherweise stellen sich die Patienten nach Abschluss der Anschlussheilbehandlung in unserer Praxis zur Nachuntersuchung vor.
Wie lange dauert der Klinikaufenthalt?
Die Dauer des notwendigen Klinikaufenthaltes richtet sich nach dem Eingriff. Bei einer Gelenkprothese der unteren Gliedmaßen (Hüfte, Knie oder Sprunggelenk) dauert der stationäre Aufenthalt in der Klinik üblicherweise 10 bis 12 Tage. Diese Zeitangabe ist natürlich geschätzt und kann in Abhängigkeit von Vorerkrankungen, dem Verlauf der Operation sowie der Heilung variieren. Daran schließt sich die Anschlussheilbehandlung – AHB – an, die stationär in einer REHA-Kklink oder ambulant in einer dafür zugelassenen physiotherapeutischen Einrichtung durchgeführt werden kann.
Gibt es eine Unterbringungsmöglichkeit für eine Begleitperson im Krankenhaus?
Ob eine Begleitperson im Krankenhaus untergebracht werden kann, muss individuell für den Einzelfall mit dem jeweiligen Krankenhaus abgesprochen werden. Besteht eine medizinisch nachgewiesene Notwendigkeit, so wird es keine Probleme geben.